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Diese Rubrik bietet Ihnen eine zusammenfassende Darstellung der Firma Neumann sowie eine umfangreiche Übersicht über die Historie und die bisher auf den Markt gebrachten Produkte.

Falls Sie Berlin einmal besuchen wollen, finden Sie interessante Links mit Informationen zu einer hochinteressanten Metropole, die seit dem Fall der Mauer in einem ständigen Wandel begriffen ist.
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Umwälzungen überall
Die dynamische Entwicklung auf dem Gebiet der Kapsel- und Schaltungstechnologie fiel mit stürmischen Umwälzungen nicht nur in der Weltpolitik zusammen, sondern auch mit Änderungen in der gesamten Struktur der Firma Neumann. Während dreier Jahrzehnte war die "Charlottenstraße" in Berlin nahe des alliierten Grenzübergangs "Checkpoint Charlie" ein Firmensitz am Rande des westlichen Europas. Mit dem Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989 rückte Neumann nun plötzlich in das Zentrum Berlins mit der Folge, daß die Kosten sofort dramatisch in die Höhe schnellten und das Firmengebäude schließlich zugunsten von Hochhausplänen abgerissen werden sollte.

Aber auch die "kleine" Politik innerhalb der Firma hielt einige Überraschungen bereit: Die Familie Neumann, die auch nach dem Tod von Georg Neumann im Jahre 1976 die Mehrheit an der GmbH hielt, entschloß sich, ihre Anteile zu verkaufen. Weiterer Eigentümer seit Beginn der 70er Jahre war die TELDEC, die wiederum inzwischen zu Warner Brothers gehörte. Nach Verhandlungen mit mehreren Interessenten entschied sich die Familie Neumann, die Firma als Ganzes an ein ähnlich strukturiertes und im Studiomarkt ebenfalls erfahrenes deutsches Familienunternehmen zu übergeben: Die Sennheiser electronic GmbH & Co. KG.

So wurde am 1.1.1991 ein neues Kapitel in der 62jährigen Geschichte der Georg Neumann GmbH, Berlin aufgeschlagen. Dies ging etwa zeitgleich mit grundlegenden Veränderungen am Markt einher und blieb nicht ohne Folgen: Die Compact Disc verdrängte seit Mitte der achtziger Jahre mehr und mehr die traditionelle Schallplattentechnik, und die Automation und Digitalisierung in der Mischpulttechnik forderte immer größeren Entwicklungsaufwand bei immer kürzeren Lebenszyklen der Komponenten. Einige der letzten großen Konsolen in N 7000er-Technik wurden in der Philharmonie Berlin und in verschiedenen Landesstudios des ORF installiert.

Seit 1993 konzentriert sich Neumann voll und ganz auf den Geschäftsbereich der Studiomikrofone. Hierin liegt das Herzstück, die Tradition, Kernkompetenz und 70jährige Erfahrung von Neumann, Berlin.

Firmensitz in der Charlottenstraße, Berlin
Firmensitz in der Charlottenstraße, Berlin
Neumann zieht um
1993 fiel die Entscheidung, die Produktion der Mikrofone in das Stammhaus von Sennheiser nördlich von Hannover zu verlegen.

Nun war es an der Zeit, die alten Zelte abzubrechen und den "Neuanfang" an neuem Ort zu starten. Dieser befindet sich in der Ollenhauerstraße im Nordwesten Berlins und liegt nicht weit vom Flughafen Tegel. Bei Sennheiser wurde derweil eine eigene "Neumann-Produktionshalle" mit modernsten Maschinen und Fertigungseinrichtungen versehen. Mit intensiven Schulungsmaßnahmen gelang es innerhalb recht kurzer Zeit, das gesamte Mikrofon- und Zubehörprogramm in der weltweit geschätzten und geachteten Qualität herzustellen.

Firmensitz in der Ollenhauerstraße, Berlin
Firmensitz in der Ollenhauerstraße, Berlin
Neue Ziele - Neue Mikrofone
Ungeachtet aller doch recht dramatischen Veränderungen ging die Entwicklung neuer Mikrofone ungebremst weiter. So konnte Neumann 1993 das Großmembran-Mikrofon TLM 193 auf den Markt bringen. Durch Beschränkung auf das für die Aufnahme-Qualität Wesentliche und durch konsequente Fertigungsvereinfachung war ein Studiomikrofon entstanden, das wegen seines günstigen Preises zum ersten Mal einen anspruchsvollen neuen Kundenkreis erreichte, der bis dahin nie über den Kauf eines "echten Neumanns" nachdenken konnte. Damit war eine neue Generation von Mikrofonen geboren, die ein Jahr später mit dem KM 184 fortgesetzt wurde. Dabei legt Neumann besonderen Wert auf die Feststellung, daß diese Mikrofone nicht nur die technischen Daten von "echten Studiomikrofonen" besitzen, sondern ohne Kompromisse an der stetigen Verbesserung dieser Werte teilhaben.

Als vorläufiger Höhepunkt darf dabei das 1997 auf den Markt gebrachte TLM 103 gelten, welches 1998 den TEC Award erhielt. Es ist mit seinem Eigenstörpegel von nur 7 dB-A das zur Zeit "leiseste" Studiomikrofon auf dem Weltmarkt.

TLM 103 (1997)
TLM 103 (1997)
KM 184 (1994)
KM 184 (1994)
"Back to the Tubes"
Wenn oben berichtet worden ist, daß das U 67 das letzte Röhrenmikrofon von Neumann war, so muß hier noch ein "Rückfall" angemerkt werden.

Mit der Entwicklung von Halbleiterschaltungen gingen bis heute ganz gewaltige Verbesserungen der technischen Daten einher, und auch die Zuverlässigkeit aller Baugruppen ist erstaunlich gestiegen. Qualität und höchste technische Komplexität ist zum Allgemeingut geworden. Was noch vor wenigen Jahren nur Profis zur Verfügung stand, ist heute für vergleichsweise wenig Geld zu haben. Dennoch hat sich, nach nur kurzem Dornröschenschlaf, ein "altmodisches" Bauelement gerade im Studiobereich nicht verdrängen lassen: die Röhre. Zunächst hielt sie in Leistungsverstärkern Einzug, wo sie ihre wohlklingenden Eigenschaften ausspielen konnte, und dann wurde auch für Mikrofone immer öfter der Ruf nach einem Revival laut.

Neumann reagierte 1995 darauf mit seinem M 149 Tube. Die "49" im Namen ist nicht zufällig, greift dieses neunfach umschaltbare Großmembran-Mikrofon doch mit der Verwendung der K 47/49-Kapsel und mit seinem Design auf ehrwürdige Ahnen zurück. Modern jedoch ist das Schaltungsdesign, trotz der klangbestimmenden Röhre als Impedanzwandler. Denn im Ausgang befindet sich ein transformatorloser, hoch aussteuerbarer Halbleiterverstärker zum Treiben auch langer Mikrofonkabel. Dies war bei den Ahnen stets ein Problem, gingen doch Kabelmaterial und -länge unvorhersehbar in das Klangergebnis ein.

M 147 Tube (1998)
M 147 Tube (1998)
Tec Award für M 149 Tube (1997)
Tec Award für M 149 Tube (1997)
Höhepunkte zur Jahrtausendwende
Ende 1998, dem Jahr des 100. Geburtstages von Georg Neumann, bekam das M 149 Tube Nachwuchs: Das neue M 147 Tube beschränkt sich auf die meistgebrauchte Richtcharakteristik Niere, besitzt aber als Herzstück die gleiche Kapsel und die gleiche Schaltungstechnik wie das preisgekrönte M 149 Tube.
Kurz vor dem Ende des ablaufenden Jahrtausends gab es noch einen Höhepunkt in der Firmenhistorie: Im Februar 1999 wurde Neumann in Los Angeles mit dem Technical Grammy für das außergewöhnliche technische Gesamtwerk in der Audiowelt und Tontechnik ausgezeichnet. Daneben wurde eine große Anzahl von Neumann-Produkten mit dem begehrten TEC-Award des amerikanischen MIXMagazine prämiert: neben dem TLM 50 das M 149 Tube, TLM 103, M 147 Tube, KMS 105, M 150 Tube und schließlich auch das im Jahr 2003 erschienene TLM 127.

Technical Grammy
Technical Grammy
Neumann on Stage
Bereits in der Vergangenheit wurden von einigen Künstlern Neumann-Mikrofone wie das KMS 85 und KMS 140 gerne auf der Bühne verwendet. Auf breiter Basis eroberte man das große Feld der Live-Bühnen-Anwendung aber erst mit der Entwicklung des KMS 105 im Jahre 1999. Wenig später war dieses Mikrofon als international anerkannte Referenz in Sachen Live-Gesangsmikrofone etabliert.

Immer lauter wurde der Ruf nach einer Wireless-Variante. Durch die naheliegende Nutzung von Synergieeffekten mit der Mutterfirma Sennheiser, die seit Jahren als beste Adresse für Wireless-Technik galt und natürlich immer noch gilt, entwickelte man Varianten des Kapselkopfes, die in Zusammenhang mit dem Sennheiser SKM 5000 Wireless-System genutzt werden können. Spätestens jetzt sah man regelmäßig bei großen Konzerten und Fernsehshows Neumann-Mikrofone auch im Fernsehen.

KMS 105
KMS 105
KK 105 S und Sender SKM 5000
KK 105 S und Sender SKM 5000
Neumann goes Digital
Gleichzeitig wurde in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends bei Neumann Berlin intensiv an der Entwicklung des ersten digitalen Mikrofons gearbeitet. Hier handelte es sich wieder einmal um Grundlagenforschung an einer in diesem Bereich vollkommen neuen Technologie, die schließlich erfolgreich im ersten digitalen Mikrofon „Solution D-01“ realisiert und auf den Markt gebracht wurde. Das Unternehmen stellte damit seine Technologie-Führerschaft abermals eindrucksvoll unter Beweis.

Solution-D
Solution-D
Das 75jährige Firmenjubiläum
2003 feierte Neumann in großem Stil das 75-jährige Firmenjubiläum in Berlin. Zahlreiche Gäste aus aller Welt genossen ein umfangreiches, informatives, aber auch unterhaltsames Programm, das ihnen die Firma und die im ständigen Wandel befindliche Stadt Berlin näher brachte.

Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete eine imponierende Video-, Musik- und Feuerwerks-Choreographie auf einem Berliner See, die selbst die in dieser Hinsicht einiges gewohnten Gäste aus dem Bereich der Veranstaltungstechnik in Erstaunen versetzte.

Anlässlich des Jubiläums brachte Neumann eine aufwendige „Platinum Edition“ des M 149 Tube auf den Markt, die zu einem begehrten Objekt insbesondere für Mikrofonsammler wurde.

Einen ungewöhnlich detaillierten Einblick (auf 300 Seiten, illustriert mit mehr als 500 Photos) in die Firmengeschichte bietet das in diesem Jahr veröffentlichte Buch „Neumann – The Microphone Company: A Story of Innovation, Excellence and the Spirit of Audio Engineering“, das ab sofort auch im normalen Buchhandel erhältlich ist.

M 149 Platinum Edition
M 149 Platinum Edition
Das Jubiläums- Buch
Das Jubiläums- Buch
Die Broadcast Line
Im Jahre 2003 erblickt mit dem BCM 104 das erste Familienmitglied der neuen "Broadcast Line" das Licht der Rundfunkstudios. Dabei handelt es sich um ein vollkommen neues und funktionsoptimiertes Design, das speziell an die Ansprüche von Moderatoren angepaßt ist. Eine Weile später sorgt Neumann in der Audiowelt für eine echte Überraschung: Mit dem zweiten Mikrofon in der Broadcast Line, dem BCM 705, kommt das erste dynamische Neumann Mikrofon in der Geschichte der Firma auf den Markt.

BCM 104 Aussenansicht
BCM 104 Aussenansicht
BCM 705 Kapselansicht
BCM 705 Kapselansicht


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