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Diese Rubrik bietet Ihnen eine zusammenfassende Darstellung der Firma Neumann sowie eine umfangreiche Übersicht über die Historie und die bisher auf den Markt gebrachten Produkte.

Falls Sie Berlin einmal besuchen wollen, finden Sie interessante Links mit Informationen zu einer hochinteressanten Metropole, die seit dem Fall der Mauer in einem ständigen Wandel begriffen ist.
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Neumann, ein Name steht für Qualität und Präzision
Trotz aller Fortschritte bei Maschinen und Fertigungstechnologien bleibt bei hochwertigen Mikrofonen bis heute viel Handarbeit, von der die Qualität dieser Wandler und ein Name wie Neumann entscheidend abhängt.

Kapselbau - eine Wissenschaft für sich
Die Leistungsfähigkeit von Kondensatormikrofonen, die heute in vielen verschiedenen Ausführungen hergestellt werden, hängt größtenteils von der Präzision bei der Kapselherstellung ab. So ist die gemeinsame Mittelelektrode einer Doppelmembrankapsel mit zahlreichen, höchste Genauigkeit erfordernden Bohrungen, versehen, von denen einige Sacklöcher sind. Die Tiefe dieser Sacklöcher bestimmt das hinter der Membran eingeschlossene Luftvolumen mit seinen die Membranbewegung bedämpfenden Eigenschaften. Dies wiederum ist für die Wandlerqualität eines Kondensatormikrofons ausschlaggebend.

Absolut entscheidend ist die Bohrtiefe und deren präzise Ausführung bei einer Kapsel mit geteilter Mittelelektrode. Eine derartige Konstruktion ermöglicht es, die beiden Kapselhälften sowohl elektrisch miteinander zu verbinden als auch durch eine isolierende Zwischenlage zu trennen, so daß man ein Mikrofon mit umschaltbarer Richtcharakteristik erhält, auch wenn nur eine Polarisationsspannung zur Verfügung steht.

Zur Glättung der Elektrodenoberfläche existieren zwei unterschiedliche Verfahren. Bei Mikrofonkapseln, deren Oberfläche auf einer Ebene liegt, eignet sich ein Läppverfahren, mit dem eine Ebenheit der Oberfläche von 0,3 µm und eine Planparallelität von Vorder- zu Rückseite der Elektrode von ± 1 µm erzielt werden kann. Bei einigen Modellen liegt die Kapseloberfläche in zwei Ebenen, da der Abstand zwischen Membran und Elektrode bereits durch die zweite Ebene der Elektrode festgelegt ist. Solche Kapseln werden auf speziellen Drehbänken gefertigt.

Nach dem Läppen bzw. Feindrehen werden die Bohrungen zuerst entgratet und anschließend mittels eines Hochleistungsmikroskops optisch überprüft.

Die Membran wird aus 6,3 µm starker Polyesterfolie (Markenname z.B. Mylar) hergestellt, die auf Messingringe aufgebracht und im Rezipienten auf eine Vorrichtung gelegt wird, die es ermöglicht, im Vakuum eine gleichmäßige Goldschicht mit einer Stärke von 300 Å (0,03 µm) aufzudampfen. Der Außendurchmesser der Kapsel insgesamt mißt ungefähr 34 mm. Die Membran wird in einem Abstand von ca. 40 µm vor der Elektrode montiert, wobei die Membranauslenkung bei einem Schalldruck von 1 Pa nicht mehr als 10 nm beträgt. Als Vergleichswert: Die Wellenlänge von violettem Licht beträgt ganze 400 nm.

Die mechanische Feinstarbeit wird besonders dann deutlich, wenn man für die Darstellung dieser Auslenkung einen Maßstab wählt, bei dem die Amplitude für 1 Pa dem Wert 1 mm entspricht. In diesem Fall würde beispielsweise der Membranabstand der oben erwähnten Kapsel 4 m sein und ihr Durchmesser 3,4 km betragen.

Bei einem Kapseltyp (Modell KK 88) wird für die Membran sogar reines Nickel mit einer Stärke von 0,0007 mm (0,7 µm) verwendet.

Bei der Montage der Kapsel werden 40 µm starke Abstandsringe aus Aluminiumfolie in der Mitte und am Rand der Elektrode angebracht. Der Zuführungskontakt für die Polarisationsspannung befindet sich in der Mitte, was die Möglichkeit bietet, die Kapsel direkt an ein Meßinstrument anzuschließen, mit dem sich sowohl Kapazität als auch mechanische Spannung der Membran überprüfen lassen. Dies erfolgt durch Messung der Veränderungen der Grundkapazität bei anliegender Polarisationsspannung.

Mikrofon-Laboratorium (50er Jahre)
Mikrofon-Laboratorium (50er Jahre)
Mikrofon-Laboratorium  (50er Jahre)
Mikrofon-Laboratorium (50er Jahre)
Mikrofon-Laboratorium (50er Jahre)
Mikrofon-Laboratorium (50er Jahre)
Mikrofonprüffeld (50er Jahre)
Mikrofonprüffeld (50er Jahre)
Qualität muß meßbar sein
Um den hohen Ansprüchen der Studiotechnik gerecht zu werden, werden die Mikrofone während des gesamten Fertigungsprozesses unterschiedlichsten Prüfverfahren unterworfen. Allein die Kapseln durchlaufen vor der Endmontage über 50 verschiedene Tests.

Kondensatormikrofone der Firma Neumann werden bereits seit den Anfängen im Jahr 1928 in Niederfrequenzschaltung betrieben. Die Kapsel ist innerhalb einer solchen Schaltung als sehr hochohmiger Generator zu betrachten, der wiederum als recht feuchtigkeitsempfindlich bekannt ist. Da Feuchtigkeit in einer warmen Studioumgebung eines der häufigsten Probleme darstellt, wird bei Neumann größter Wert auf sämtliche Aspekte der Isolierung gelegt. Qualitätssicherung bedeutet in diesem Zusammenhang, alle Produkte einer Überprüfung in der Feuchtigkeitskammer zu unterziehen, wo die Kapseln eingebracht werden, bis sowohl Membran als auch Mikrofonkörper tropfnaß sind. Sogar unter diesen Bedingungen lassen sich in den Kapseln noch Isolationswiderstände von bis zu 20 x 106 MOhm messen.

Ein weiteres Testverfahren besteht darin, das Mikrofon auf eine Temperatur knapp oberhalb des Gefrierpunkts herunterzukühlen und es anschließend in eine Kammer mit 100 % Luftfeuchtigkeit bei relativ hohen Temperaturen zu überführen. Die Feuchtigkeit, die sich spontan auf dem Mikrofon bildet, schlägt sich nicht nur auf der Kapsel, sondern auf der gesamten Schaltung nieder. Entsprächen solche Arbeitsbedingungen dem Studioalltag, wäre das wohl ausgesprochen unangenehm - aber für den Fall der Fälle möchten wir betonen, daß jedes Mikrofonmodell von Neumann diesem Test standhält!

Aufziehen der Membranen auf den Kapselkörper (1996)
Aufziehen der Membranen auf den Kapselkörper (1996)
 Montage von Kapselköpfen (1996)
Montage von Kapselköpfen (1996)
Meßplatz für statische Messungen (1996)
Meßplatz für statische Messungen (1996)
Schalltoter Meßraum (1996)
Schalltoter Meßraum (1996)


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