Studio Röhren-Mikrofon

M 50 V

Neumanns legendäres Röhrenmikrofon mit einer einzigartigen Kugelkapsel ist endlich wieder erhältlich.

  • Perfekt für Groß-AB- und Decca-Tree-Aufnahmetechniken
  • Einzigartige omnidirektionale Kapsel in einer 40-mm-Kugel
  • Klassische Röhrenschaltung mit Ausgangsübertrager
  • Detailgetreu nach Originalunterlagen gefertigt
M 50 V

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Geeignet für::

Max. SPL
118 dB
S/N Ratio
67 dB
Sensitivity
19 mV/Pa

Wahrhaft einzigartig 

Das 1951 eingeführte M 50 wurde zum Maßstab für Klassikaufnahmen und war dank seiner hervorragenden Impulstreue und einzigartigen Richtcharakteristik ein Schlüsselelement in der Entwicklung der Decca Tree-Technik. Während das M 50 bei tiefen Frequenzen omnidirektional ist, zeigt es in den hohen Frequenzen eine zunehmende Richtwirkung. Das M 50 V ist eine detailgetreue Neuauflage nach den ursprünglichen Spezifikationen unter Verwendung von Originalunterlagen aus dem Neumann-Archiv. 

Legendäres Konzept 

 
Das M 50 wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Nordwestdeutschen Rundfunk entwickelt und war das Gegenstück zum nicht minder legendären M 49. Während letzteres ein hochwertiges Allzweckmikrofon für verschiedenste akustische Umgebungen war, wurde das M 50 als das ultimative Druckempfängermikrofon für den Einsatz in Konzertsälen und speziellen Aufnahmeräumen konzipiert. 
 
In der Praxis wurde das M 50 vor allem für die Aufnahme von Orchestern verwendet, z.B. als Hauptmikrofon in verschiedenen Groß-AB-Konfigurationen. In den 1950er Jahren, als die Plattenfirma Decca mit der Stereomikrofonierung experimentierte, wurden verschiedene Aufstellungen, Mikrofone und Richtcharakteristiken ausprobiert. Am Ende wurde das Neumann M 50 als die perfekte Lösung für die heute als Decca Tree bekannte Konfiguration ausgewählt, bei der drei Mikrofone in einem Dreieck angeordnet sind, wobei die äußeren Mikrofone nach außen gerichtet sind. Bis heute ist die Decca-Tree-Anordnung mit Neumann M 50-Mikrofonen, oft erweitert um zusätzliche Outrigger, die erste Wahl für erfahrene Toningenieure bei Klassikaufnahmen und Filmmusik. Die plastische Abbildung dieses Setups in Kombination mit der hervorragenden Auflösung des M 50 ist unerreicht. Heute werden erweiterte Versionen dieser Technik für Surround- und immersive Aufnahmen eingesetzt. Natürlich hat sich das M 50 auch in anderen Anwendungen hervorgetan, z. B. bei Klavieraufnahmen oder als Stütze für Streicher und Solisten. Im Bereich Pop/Rock hat sich das M 50 für die Abnahme von Ensembles oder der Brass Section und als Raummikrofon, z.B. für Schlagzeug, bewährt. 
 

Einzigartige Qualitäten

Endlich ist die Legende wieder erhältlich! Das langerwartete M 50 V ist eine Neuauflage der letzten Revision der 1960er, des M 50 c. Im Laufe der Jahre wurde das M 50 kontinuierlich verbessert: Die ursprünglich verbaute Hiller-Röhre MSC2 wurde durch die Telefunken-Röhre AC701 ersetzt und später durch die AC701k. Durch diese und weitere Schaltungsänderungen wurden Rauschabstand, Dynamikumfang und Störfestigkeit verbessert. Parallel dazu wurde die Rundfunkversion M 250 mit einem HF-dichtem Steckverbinder eingeführt. 
 
Das M 50 V ist eine originalgetreue Neuauflage der historischen M 50 Mikrofone, die Neumann von 1951 bis 1971 produzierte. Es verwendet das gleiche akustische Konzept mit einer omnidirektionalen Kleinmembrankapsel, die bündig in eine 40 mm große Acrylkugel eingebaut ist. Dieser Aufbau erzeugt eine einzigartige Richtcharakteristik, die bei niedrigen Frequenzen kugelförmig ist und oberhalb von 1000 Hz allmählich an Richtwirkung zunimmt. Gleichzeitig zeigt der Frequenzgang einen sanften Anstieg zu den oberen Frequenzen, wodurch der Höhenabfall im Diffusfeld kompensiert wird und das Mikrofon an "Reichweite" gewinnt. Als echter Druckempfänger hat das M 50 eine kräftige Bassdarstellung bis in die untersten Frequenzen, ohne Nahbesprechungseffekt. Gleichzeitig bietet seine zunehmende Richtwirkung bei höheren Frequenzen eine optimale Abbildung in Stereo-, Surround- und immersiven Konfigurationen. 
 
Im Laufe der Produktionszeit des historischen M 50 wurden verschiedene Kapseltypen mit unterschiedlichen Membranmaterialien eingesetzt. Das M 50 V verwendet eine verbesserte Version des begehrtesten Kapseltyps, die K 53 mit einer ultradünnen Metallmembran, die für ihr extrem schnelles und präzises Einschwingverhalten bekannt ist. Die K 33 Ti im M 50 V verwendet die gleiche Kapselakustik wie die begehrte K 53, jedoch mit einer Metallmembran aus Titan. Als leichtes und dennoch festes Material ist Titan ein idealer Werkstoff für eine Metallmembran und trägt zur hervorragenden Impulstreue des M 50 V bei. Darüber hinaus bietet Titan eine hervorragende Langzeitstabilität. Die gesamte K 33 Ti Kapsel, einschließlich der Gegenelektrode und des Gehäuses, ist aus Titan gefertigt, wodurch sich eine ideale Übereinstimmung in Bezug auf mechanische und Temperaturstabilität ergibt.  
 
Das M 50 V verwendet die gleiche Schaltung wie das M 50 c, allerdings mit einer noch rauschärmeren Subminiaturröhre. Diese Röhre hat ihre exquisiten klanglichen Qualitäten bereits im M 49 V bewiesen, wo sie in einer nahezu identischen Schaltung eingesetzt wird. Da Hochfrequenzstörungen in den letzten Jahren durch Mobilfunknetze und WLAN dramatisch zugenommen haben, wurde der HF-dichte Anschluss vom M 250 übernommen.  
 
Das mitgelieferte NM V Netzteil ist so ausgelegt, dass es sowohl für das M 50 V als auch für ein beliebiges historisches M 50 automatisch die optimale Heizspannung bereitstellt; außerdem passt es sich automatisch an die lokale Netzspannung an. Da das gleiche NM V Netzteil auch für das M 49 V verwendet wird, verfügt es über einen Regler zur Steuerung der Richtcharakteristik, der für das M 50 V mit seiner festen Kugelkapsel natürlich keinerlei Auswirkungen hat. Dieses Netzteil kann auch für alle historischen Neumann-Mikrofone mit einer Telefunken AC701-Röhre verwendet werden. 
 
Darüber hinaus enthält das M 50 V Set die ikonische "Yoke" Gabelhalterung, deren flexible Positionierbarkeit zur großen Beliebtheit des M 50 beigetragen hat. Als Verbesserung gegenüber der historischen Gabelhalterung wurde die neue Version um Elemente zur mechanischen Entkopplung des Mikrofons ergänzt sowie um einen Kabelhalter zur Unterdrückung von kabelgebundenem Körperschall. Geliefert wird das M 50 V-Set in einem hochwertigen Koffer, der wie das gesamte Mikrofon in Deutschland handgefertigt wird.

Kompatibilität mit älteren M 50-Mikrofonen


Das M 50 V ist voll kompatibel mit der letzten historischen Variante M 50 c. (Siehe „Eine kurze Geschichte des M 50“ weiter unten).
 
Für eine optimale Bassdarstellung ist die untere Eckfrequenz der elektronischen Schaltung auf 12 Hz (–3 dB) eingestellt. Sie kann über einen internen Schalter S4 auf 30 Hz geändert werden, um tieffrequenten Störschall zu unterdrücken. Um Schäden zu vermeiden, sollten die internen Schalter nicht vom Anwender, sondern nur vom Neumann-Service bedient werden.
 

Eine kurze Geschichte des M 50


Das M 50 ist eine wahre Legende, die seit mehr als 70 Jahren den Klang unzähliger Aufnahmen geprägt hat. Dabei wirkt es bis heute nicht veraltet. Im Gegenteil, Verbesserungen in der Aufnahmetechnik haben die wahren Fähigkeiten und überragende Auflösung des Neumann M 50 immer besser zur Geltung gebracht.
 
Seine Entwicklung wurde vom Rundfunk initiiert. Die Idee war, alle bisherigen Mikrofone durch nur zwei zu ersetzen: das M 49 als Universalmikrofon mit fernsteuerbarer Richtcharakteristik und das M 50 als exquisites Druckempfängermikrofon für kritische Anwendungen in akustisch günstiger Umgebung. Die ersten Prototypen wurden beim Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) unter der Leitung von Dr. Herbert Großkopf entwickelt. Neumann produzierte die Mikrofone M 49 und M 50 von 1951 bis 1971.

 

Masterwork in Progress


Im Laufe seiner 20-jährigen Produktionszeit hat das M 50 eine Reihe von Änderungen erfahren. 
  • Die erste Version hatte die K 50-Kapsel mit einer goldbedampften PVC-Membran und verwendete eine von der Firma Hiller speziell für Mikrofonanwendungen entwickelte Röhre, die MSC2. 
  • Ab etwa 1954 verwendete das M 50 a die Kapsel K 53 mit einer Metallmembran aus Aluminium. 
  • Ab 1954/55 wurde die Hiller-Röhre durch eine rauschärmere Röhre von Telefunken, die AC701, ersetzt, die speziell für Mikrofone entwickelt und von Neumann freigegeben wurde.
  • 1957 erschien das M 50 b mit einem neuen Ausgangsübertrager (BV11) und einigen Schaltungsänderungen. Dadurch wurden Verzerrungen reduziert und die Empfindlichkeit erhöht. 
  • Ab 1958 wurde eine verbesserte, besonders klingarme Version der Telefunken-Röhre eingebaut, die AC701k. 
  • Etwa zur gleichen Zeit wurde das Membranmaterial des K 53 von Aluminium auf Nickel umgestellt.
  • 1964 erschien das M 50 c mit weiteren Schaltungsänderungen. Durch die Umstellung der Röhrenbetriebsart von "fixed bias" auf "self-bias" konnte das Rauschen erneut reduziert werden. Viele ältere M 50- und M 50 b-Mikrofone wurden später auf die Schaltungsvariante c umgerüstet.
  • Ab 1965 wurde das M 50 c mit einer K 83 Kapsel mit goldbedampfter Polyestermembran hergestellt. Später, als keine K 53 Ersatzkapseln mehr verfügbar waren, wurde die K 83 auch für Reparaturen älterer M 50 Mikrofone verwendet.
 
Parallel dazu wurde ab 1961 eine spezielle Rundfunkversion hergestellt. Das M 250 verwendet anstelle des Bajonettanschlusses einen HF-dichten 7-poligen Tuchelstecker. Auch hier gibt es verschiedene Revisionen:
 
  • Das M 250 (ohne Suffix) wurde nur von Oktober bis November 1961 produziert.
  • Das M 250 b, eingeführt im November 1961, entspricht technisch dem M 50 b.
  • Das M 250 c von 1964 an entspricht dem M 50 c.
 
Das M 50 V im Vergleich zu seinen Vorgängern
Das M 50 V verbindet die originalen Klangeigenschaften mit verbesserter Langzeit- und Temperaturstabilität. 
 
Das M 50 V verwendet die gleiche Schaltung wie die letzte Revision, das M 50 c, die erhebliche Verbesserungen in Bezug auf Rauschverhalten und Dynamikumfang bot. Lediglich die nicht mehr erhältliche Telefunken-Röhre AC701k wurde durch eine noch rauschärmere Type ersetzt, ebenfalls im Subminiaturformat. 
 
Anstelle der Kapsel K 83, die in den späteren M 50 b und c Mikrofonen zu finden war, kommt im M 50 V die K 33 Ti Kapsel zum Einsatz. Sie ist eine Rückkehr zum ursprünglichen akustischen Design mit einer hauchdünnen Metallmembran, die eine herausragende Impulstreue bietet. Im Vergleich zu den alten K 53 Kapseln bietet die K 33 Ti eine verbesserte Langzeit- und Temperaturstabilität, da die gesamte Kapsel, einschließlich der ultradünnen Membran, aus Titan gefertigt ist.
 
Da elektromagnetische Strahlungen in den vergangenen Jahrzehnten enorm zugenommen haben, u.a. durch Handy-Netze und WLAN, wurde der HF-dichte Steckverbinder der Rundfunk-Variante M 250 übernommen. Der alte Bajonett-Stecker des M 50, der ohnehin seit Jahrzehnten nicht mehr verfügbar ist, hätte in modernen Studioumgebungen keine ausreichende Störsicherheit gewährleistet.
 
Zum M 50 V Set gehört das neu entwickelte Netzteil NM V. Da die neue, sehr rauscharme Subminiaturröhre eine etwas höhere Heizspannung benötigt, sollte das M 50 V nicht mit historischen Netzteilen betrieben werden. Umgekehrt kann das NM V aber auch für alte M 50 Mikrofone verwendet werden. Eine Automatik sorgt dafür, dass stets die optimale Heizspannung für die verwendete Röhre bereitgestellt wird. Außerdem passt sich das NM V automatisch an die landestypische Netzspannung an. Dennoch handelt es sich nicht um ein modernes Schaltnetzteil, sondern um ein konventionelles lineares Netzteil – aus klanglichen Gründen!
 
Komplettiert wird das M 50 V Set durch die beliebte „Yoke“ Gabelhalterung. Sie hat das M 50 seit jeher besonders flexibel positionierbar gemacht und bildet zusammen mit dem Mikrofon eine ikonische Einheit. Gegenüber der historischen Gabelhalterung wurde die neue Version ergänzt um Elemente zur mechanischen Entkopplung des Mikrofons sowie einen Kabelhalter, um auch kabelgebundenen Körperschall zu unterdrücken.
Akustische Arbeitsweise Druckempfänger
Richtcharakteristik Kugel
Übertragungsbereich 20 Hz – 16 kHz
Feldübertragungsfaktor bei 1 kHz int 1 kohm 19 mV/Pa ≅ -34.5 dBV ± 1 dB
Nennimpedanz 200 Ohm
Nennlastimpedanz 1000 Ohm
Geräuschpegelabstand (4), A-bewertet (bezogen auf 94 dB SPL)¹⁾ 79 dB
Ersatzgeräuschpegel, A-bewertet¹⁾ 15 dB-A
Grenzschalldruckpegel für k < 0.5%²⁾ 118 dB SPL
Geräuschpegelabstand, CCIR (bezogen auf 94 dB SPL)¹⁾ 67 dB
Ersatzgeräuschpegel, CCIR¹⁾ 27 dB
Maximale Ausgangsspannung –8 dBu
Stromversorgung NM V
Erforderlicher Steckverbinder/Mikrofon KC 5 Kabel (7-pin)
Erforderlicher Steckverbinder/Netzgerät XLR 3 F
Gewicht 800 g
Durchmesser 80 mm
Länge 163 mm

1) nach IEC 60268-1; CCIR-Bewertung nach CCIR 468-3, Quasi-Spitzenwert; A-Bewertung nach IEC 61672-1, Effektivwert

2) gemessen als äquiv. elektrisches Eingangssignal

M 50 V

Farbe nickel

ARTIKEL NR. 008729

  • 1x M 50 V
  • 1x NM V Pattern Control Unit
  • 1x KC 5 Cable
  • 1x MZ 49 A Shock Mount
  • 1x M 50 V Case
  • 1x Safety Guide
  • 1x Quick Guide

Geeignet für::

Max. SPL
118 dB
S/N Ratio
67 dB
Sensitivity
19 mV/Pa